Dienstag, 25. April 2017

Sie sind da: Die ersten Gesichtsmasken für den optimalen Theatergenuss - wahlweise auf Deutsch oder Englisch erhältlich; inspiriert von Richard Wagner (und unserem kleinen Kulturstammtisch)


Für den echten Theater- und Festivalenthusiasten gibt es auch eine englische Version: Meine neuen Theatermasken können auch missglückte Inszenierungen zu einem echten Genuss werden lassen. Wer will, kann die Masken bei mir kaufen.   (Thomas-Achenbach-Foto)

Osnabrück - Richard Wagner soll einmal gesagt haben: Nachdem er bereits das unsichtbare Orchester erfunden habe, wolle er jetzt noch das unsichtbare Theater erfinden. Meine drei Mitstreiter in Sachen Theaterabo und Theaterleidenschaft haben einmal gesagt: Es gibt Inszenierungen, da müsste man eine Schlafmaske mitbringen, auf der draufsteht "Nicht mein Regisseur". Beides hat in mir nachgewirkt. Und ich habe sie also mal produzieren lassen. Die Schlafmasken. Für den optimalen Theatergenuss. Nicht zum Schlafen, natürlich, sondern nur zum Ausblenden. 

Frei nach dem Motto "Theatermasken, die die Welt jetzt braucht" - weil sie einmal nicht für die Darsteller, sondern für die Zuschauer angefertigt worden sind - liegt die neue Gesichtsmaske jetzt in zwei Versionen vor. Auf Deutsch mit dem Hashtag #NichtMeinRegisseur oder für die echten Festivalenthusiasten auch in einer englischen Version mit dem Hashtag #NotMyDirector. Was eigentlich mal ein Witz gewesen ist - oder ein Stammtisch-Döneken -,  ist nun als praktische Hilfe für einen gelungenen Theaterabend erhältlich. Denn wie oft haben wir so etwas erlebt? Dass die Sänger und das Orchester sehr überzeugend, die Inszenierung und das Bühnenbild aber eine einzige Qual waren. Oder im Schauspiel: Wie gut die Darsteller sprechen, aber wie blödsinnig alles an Drumherum doch gewesen ist. Was da hilft: Zu Sehendes ausblenden und trotzdem genießen. Okay, zugegeben...:


Schick, praktisch, witzig. Was an Zu-Sehendem zu unerträglich wird, lässt sich wegblenden, der Ton aber bleibt ebenso präsent wie das Live-Erlebnis.   (Thomas-Achenbach-Foto) 

So richtig billig war es nicht, diese Masken produzieren zu lassen. Immerhin sollte es ja auch eine gewisse Qualität geben. Pro Maske liegen die reinen Kosten für Material und Arbeit bei 16,60 Euro. Aber den Gag war es mir wert. Und es bot sich an. Weil ich zufällig fast zeitgleich mit dem Ausspruch meiner beiden Theater-Stammtisch-Kollegen auf einen alten Schriftsetzer-Kollegen gestoßen bin, der sich inzwischen mit einer erfolgreichen Stickerei selbstständig gemacht hat - der Firma Baronestick in Osnabrück -, kam eines zum anderen.

Wer Interesse hat - bitte mailen an thomas-achenbach@gmx.de: Der Verkaufspreis pro Maske beträgt 25 Euro (oder beide im günstigeren Kombipaket für 48 Euro). Darin enthalten sind:

- Versandkosten
- Material und Arbeitskosten
- und ein Restbetrag von jeweils knapp 7 Euro (6,95 Euro, um genau zu sein), den ich - persönlich aufgerundet - an eine Einrichtung der Kulturförderung spenden werde.

Denn Gewinn machen mit den Produkten möchte ich keinesfalls, aber etwas Gutes tun auf diesem Wege aber herzlich gerne. So kann aus einem kleinen doofen Gag vielleicht noch etwas richtig Ordentliches werden. Oder was sagt Ihr...?  :-)

Update im Mai 2017: Kaum war dieser Blogbeitrag online, meldeten sich tatsächlich die ersten Interessenten. Was mich total überrascht hat, aber auch gefreut hat. Denn natürlich ist der Blogbeitrag zwar vor allem als Gag gemeint, aber nichtsdestotrotz gilt alles, was dort oben steht, genauso, wie es dort steht. Die ersten Masken sind verkauft. 

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Der Autor dieser Zeilen schreibt auf diesem Blog in seiner Eigenschaft als langjähriger Theaterabonnent und als leidenschaftlicher Freund und Anhänger der deutschen Theatervielfalt (hier geht es zur Liebeserklärung) sowie des Osnabrücker Theaters.


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