Samstag, 13. August 2016

Herrlich: Die neue Netflix-TV-Serie "Stranger Things" ist ein einziges großes Zitate-Raten für Kinder der 80er Jahre - Was sich in den Episoden alles an Easter-Eggs entdecken lässt... eine Übersicht...


Osnabrück - Die neue Netflix-Serie "Stranger Things" - Staffel 2 folgt im Oktober 2017 - ist für das Fernsehen das, was vor einigen Jahren "Super 8" von J.J. Abrams für das Kino war: Ein einziges Zitate-Raten, das von den legendären Jugend- und Gruselfilmen der 80er Jahre inspiriert worden ist - mit einem umso rätselhafteren Staffel-Finale. Die ganze Ausstattung, Atmosphäre und Besetzung dieser im Jahre 1983 spielenden TV-Serie ist so perfekt und bis ins Detail aus den Vorbildern übernommen, dass es für uns in den 80ern sozialisierten Medienkonsumenten eine einzige Freude ist, sich das anzugucken... weil man sooooo viel Bekanntes entdeckt. Aber eben nicht nur deswegen.

Denn ganz abgesehen davon, dass die Mystery-Geschichte rund ums Teenagerdasein, um eine angenehm nerdige Außenseiter-Jungen-Clique, um verschwundene Kinder, telekinetische Fähigkeiten und ein glibberiges Monster einfach gut erzählt ist und einen fatalen Sog entwickelt, der einen mit jeder Folge mehr zum Binge Watching der Serie animiert, macht es Spaß, sich diese Puzzle vorzunehmen und es auseinanderzupflücken. Die folgenden Zitate und Easter-Eggs habe ich von meiner ganz eigenen Erfahrung aus in den verschiedenen Episoden entdeckt... es gibt sicher noch (viel?) mehr... wer miträtseln und mitmachen möchte, ist zum Kommentieren herzlich eingeladen.

Achtung, Hinweis: Es gilt eine nur moderate Spoilerwarnung (Stufe Grün bis Gelb), aber so ganz ohne ein paar kleinere Spoilerchen wird es kaum gehen. :-) Okay, auf geht's:




Der Vergleich mit dem "Stranger-Things"-Trailer auf Youtube zeigt: Geschwungene Schrifttypen mit reichlich Serifen und ausladenden Schwüngen in Rot waren in den 80ern ein gerne genommenes Gestaltungsmittel.   (Thomas-Achenbach-Foto/Plakat: Netflix Media Center)

Folge 1 - Stranger Things - Fahrraddetails & Schriftdetails


Oh Mann, na klar, ein Film, der mit einem Blick in den Sternenhimmel und mit einem Kameraschwenk nach unten in Richtung Erdboden begann... Ja, das war gefühlt bei jedem zweiten Film in den 80ern so. In "E.T." auch, aber nicht nur da. Köstlich! Was für ein Auftakt! 

Die Schrift im Vorspann... Die ähnelt den Stephen-King-Büchern der 80er Jahre. "Christine" hatte, jedenfalls in Deutschland, eine sehr ähnliche Schrift auf dem Cover. Und "Needful Things" im englischen Original (Deutsch: In einer kleinen Stadt) ebenfalls. Übrigens das erste (und einzige) King-Buch, das ich im englischen Original gelesen habe. 

Und mehr noch: Auch Roland Emmerichs zweiter abendfüllender Spielfilm "Joey" benutzt eine solche Schrift und erst recht eine solche Farbe. Obwohl in Deutschland gedreht, wurde "Joey" bereits auf Englisch hergestellt und in Amerika gezeigt. Auch dieser Film ist ein einziges wildgewordenes Spielberg-Zitat, wenn auch schon von 1986. 

Nochmal zu Stephen King: Im späteren Verlauf der Serie und der Episoden gibt es weitere King-Zitate. "Feuerkind" beispielsweise, vor allem in der "Feuerteufel"-Verfilmung mit der ganz jungen Drew Barrymoore, diente erkennbar als Vorbild für die Serie. Später mehr.

Die Musik ist wie von John Carpenter. Weniger "Halloween" als vielmehr "Escape From New York" oder "The Fog". Dass Carpenter "Christine" verfilmte, sei hier nur am Rande erwähnt. 

Dann wird unsere nerdige Jungs-Clique eingeführt, anfangs noch zu viert. Und, siehe da, sie spielen: Ein Fantasy-Rollenspiel - als Brettspiel (unvorstellbar, heute). "Dungeons & Dragons". Bei E.T. gibt es eine ganz ähnliche Sequenz. Ein hübsches Zusatz-Gimmick, hier: "Wer konnte ahnen, dass so ein Spiel fast zehn Stunden dauert..." Tja, so war das, tatsächlich. 

Die Fahrräder der Kids sehen zwar fast so aus wie die BMX-Räder in "E.T.", sind aber nicht - bis auf eines - echte BMX-Räder. Tatsächlich radelt die Clique bei den "Goonies" auf genau diesen Fahrrädern. Apropos "Goonies": Erinnert sich noch jemand an den indischen Jungen und den dickeren Kumpel, die beide zur Gang gehörten? Bei "Stranger Things" haben wir das entsprechende Gegenpaar: Den verfressenen Dustin mit seinen Zahnproblemen und den farbigen Lucas, die sich beide immer kabbeln und somit für etwas Heiterkeit in all der Düsternis sorgen.

Das eklige Glibberzeugs an der Wand im Energieministerium wirkt wie eine sich überall ausdehnende Quallenmasse wie in "The Blob". Es sieht für einen kurzen Augenblick fast so aus, als habe das Ding die vereinnahmten Menschen genauso wie der Blob in seinem transparenten.. ööhmm... Magen???.. gespeichert. Aber das ist kaum zu sehen und könnte auch nur eine Ahnung sein (und wird sich in späteren Folgen als etwas anderes herausstellen).

Ach, und dieses Auto... diese Familienkutsche mit Holzoptik außen. Ich kenne mich mit Autos nicht so aus, aber dieses war auch in fast jedem zweiten Familienfilm der 80er zu sehen.

Randbemerkung: "White Rabbit" von Jeffersion Airplane, hier in einer zentralen Szene als Soundtracksong eingesetzt, mag zwar aus 1967 sein, passt aber in seiner psychedelisch-melancholischen Grundstimmung so perfekt in dieses Szenario wie nur was. Klasse.

Folge 2 - Stranger Things - Audrey & Freddy


Ein Wesen auf der Flucht, verschreckt und verängstigt und nur vermindert sprachfähig, wird von einem Kind bei sich daheim versteckt. Ohne Kenntnis der Eltern. Na klar, das ist "E. T.", was sonst?

Ein sehr beliebter weiblicher Teenager und ein nicht so beliebter weiblicher Teenager - ironischerweise ist die uncoole Barbara, die hier als Fahrerin mit Auto missbraucht wird und als fünftes Rad auf einer Poolparty erschreckend fehl am Platze ist, genauso angezogen wie Molly Ringwald in "Pretty In Pink". Also die eigentlich beliebte.

Das fiese Monster - dessen Mund wir hier erstmals zu sehen bekommen - sieht vorne aus wie "Audrey 2" aus "Little Shop Of Horrors"... wenn es die Zähne fletscht. Die Sequenz ist superschnell vorbei, da lohnt es, einmal die Stopptaste anzutippen. Und noch eine 80er-Referenz: Erst als etwas Blut ins Wasser tropft (hier: Vom Swimming-Pool) und sich dort auflöst, wird das Monster davon angezogen. Na? Woher? Na klar: "Der Weiße Hai".

Dass hier gleich zwei mal Blitze aus dem Telefon zucken...


Ein Walkie Talkie! So groß wie eine Telefonzelle. Ob das nicht ein bisschen übertrieben ist? Also, meins war damals doppelt so klein, aber es konnte auch nicht viel, zugegeben...   (Netflix-TV-/Netflix-Media-Center-Foto)

Das ist ein Zitat aus "Nightmare On Elm Street 2", da kommt später auch eine Zunge aus dem Telefon. Auch das sich aus einer Wand herausarbeitende Etwas ist ein Zitat aus der ersten Freddy-Krüger-Filmserie. Kein Wunder also, dass die Folge einen ganz ähnlich klingenden Titel trägt: "The Weirdo on Maple Street..."

Und die Idee, dass die ins Jenseitige gezogenen Mächte über ein Telefon Kontakt mit dem Diesseits aufnehmen, wird in "Poltergeist 2" von 1986 benutzt. Dort sind es ein Spielzeugtelefon und die verstorbene Großmutter, hier ist es der verschwundene Sohn. 

Der weißhaarige Oberbösewicht, der hinter den Experimenten im Energiezentrum zu stecken scheint, ist wie eine optische Mischung aus dem Augenklappen-Indianer und dem Martin-Sheen-Charakter in der King-Verfilmung "Feuerteufel". Er scheint auch eine ganz ähnliche Funktion zu haben.

Weiter lässt sich in dieser Folge entdecken: Ein erster Schuss Poltergeist (1), an den Wänden hängende Filmplakate von Tanz der Teufel bis zu John Carpenters Maßstäbe setzender Ekelorgie "The Thing" und ein tief im Gebirge liegender See, der mich auch an irgendwas erinnert... aber was, ist verschüttet. Vielleicht die Landschaften aus "Stand By Me" - leider nie gesehen...


Folge 3 - Stranger Things - Breakfast Club & Besessenheit:


Etwas versteckter findet sich in dieser Episode ein Hinweis auf meinen ganz persönlichen Lieblingsfilm der 80er Jahre, "The Breakfast Club": Die sich vor einem Fußballspiel im Flur der High School langweilenden Teenager reden davon, dass sie am Samstag (!) zum Nachsitzen (!) verdonnert sind. Genau das ist im "Frühstücksclub" die Ausgangssituation.

Aber zum Anfang der Folge: Was einstmals ein Swimmingpool war - oder, woanders, noch immer ist - , ist jetzt mit Staubfäden und Glibberzeugs an den Wänden durchsetzt. Hier hält das Monster seine Beute, wie wir sehen. Die grünlich-düstere Optik erinnert an "Alien".

Die sich zuhause im Versteck langweilende "Elf" lässt mit ihren telekinetischen Fähigkeiten ein Spielzeugraumschiff schweben - eine ganz ähnliche Szene gibt es in "E.T.".

Und dann diese Besessenheit...


Einer der Filme, die Vorbild für die Besessenheit der Figur der Mutter (Winona Ryder) gewesen ist, war ein Steven-Spielberg-Sci-Fi-Klassiker.    (Netflix-TV-/Netflix-Media-Center-Foto) 

Also die Besessenheit, mit der Winona Ryder als die Mutter des verschwundenen Jungen nun die telepathische Verbindung aufrecht erhalten will, die sie offenbar zu ihm hat, und der wildgewordene Großeinkauf von allen nur verfügbaren Weihnachts-Lampenketten erinnern an die Bessenheit und die Visionskraft, mit der Richard Dreyfuss in "Unheimliche Begegnung der dritten Art" ersten Kontakt zu den Außerirdischen hat. 

Und natürlich sind die Experimente, in denen der weißhaarige "Papa" Dr. Brenner das junge Mädchen "Elf" dazu zwingt, eine Coladose telekinetisch zu verformen, wiederum "Feuerteufel"-Anlehnungen. Uuuhhh, als echter junger Vater ist das besonders schwer zu ertragen, diese Szenen...

Und noch ein Poltergeist"-Zitat...: 


Lieferten viele Inspirationen für die 80er-Hommage "Stranger Things" auf Netflix: Die Romane von Stephen King.  (Thomas-Achenbach-Foto)

Ein kleines blondes Mädchen mit Zöpfchen steht, von hinten gefilmt, vor etwas, von dem wir wissen, dass darin nichts Gutes ist, sondern etwas Jenseitiges (im Original: ein Fernseher, hier: eine Wand). So steht es eine Weile da - und der Zuschauer, der ja weiß, dass etwas passieren wird, erschreckt sich dann natürlich trotzdem, als es kommt. 

Zur Musik: Während "Waiting For A Girl Like You" von Foreigner (hier benutzt als gruselige Unterstützung des Swimmingpoolmonster/Teenager-Knutscherei-Hin-und-Her-Schnitts) tatsächlich aus dem Jahr 1981 stammt, ist die Peter-Gabriel-Coverversion von Bowies "Heroes" (so effektvoll in den dramatischen Schluss der Folge eingeblendet, als sei die Bildfolge nach Vorgabe der Musik geschnitten worden und nicht umgekehrt) erst aus dem Jahr 2010. 


Folge 4 - Stranger Things - Glibber & Schimmi:


Während die Handlung diesmal reichlich an Fahrt aufnimmt, bleibt die Zitatefrequenz im Bereich des bereich Genannten. Allenfalls der erste "Alien"-Film kommt diesmal noch verstärkt dazu, wenn die Wissenschaftler in das eintauchen, was ein Glibber-Gang/...ein Magen? ... zu sein scheint. 

Kaum vorstellbar übrigens, dass die Macher der Serie den deutschen Kommissar "Schimanski" gekannt haben und ihn als Vorbild genommen haben - aber die Figur des Polizeichefs Hopper, der sich diesmal vom stets verkatert-betrunkenen Möchtegern-Weiberheld zum sich an alle benötigten Informationen heranprügelnden Regelbrecher entwickelt, bedient all jene 80er-Cop-Klischees (und mehr), die sich in der Schimanski-Figur ebenfalls widerspiegeln. Plus eine gestorbene Tochter... 

Ein hübsches Gimmick in dieser Folge: Der Wärter, der auf den vermeintlich wieder aufgetauchten toten Jungen aufpasst, liest offenbar Stephen Kings "Cujo", jedenfalls macht das ein kleiner Dialog deutlich, den der Polizeichef und der Wärter führen. Bevor es schon wieder eine blutige Nase gibt. 

Die Videoplattform "Vimeo" stellt in einem Clip zwei Axt-Szenen nebeneinander: Winona Ryder in "Stranger Things" und Jack Nicholsen in "The Shining". Es gibt gewisse Ähnlichkeiten, zugegeben. Und ein wenig besessen ist Ryders Figur ja ohnehin. Okay. 

Ansonsten der Zitatereigen im Schnelldurchlauf: Dass die Telekinese inklusive des folgenden Nasenblutens das entflohene Kind "Elf" zu schwächen scheint, ist ein klassisches 80er-Motiv. Die Verkleidungssequenz des Mädchens inklusive Ausflug in die Schule ist an "E.T." angelehnt. 


Folge 5 - Stranger Things - Türöffner & Schienenstreuner


"Stand By Me!" - "Stand By Me!" Und nochmal: "Stand By Me!" Eine Clique von Jugendlichen, die über verlassen daliegende Schienen schreitet, einem Geheimnis entgegen (und dem Erwachsenwerden) - dieses ikonographische Bild aus Rob Reiners Regiearbeit prägte den Jugendfilm der 80er wie kaum ein anderes. Das erkennt man augenblicklich, auch ohne den Film je gesehen zu haben (...wie, öhm, ich...). 

Ansonsten wird jetzt immer klarer, was im Grunde schon in Folge 2 am Anfang klar war, als wir nämlich ein- und denselben Swimmingpool einmal im diesseitigen und einmal im jenseitigen Zustand erlebten: Dass wir es mit verschiedenen Dimensionen zu tun haben. 

Diese Idee, dass irgendein hiesiger und meist von Menschen gemachter Anlass wie beispielsweise ein wissenschaftliches Experiment das Tor zu einer anderen Dimension öffnet, ist ein bei Stephen King mehrmals variiertes Thema. Die großartige Geschichte "Der Nebel" machte den Anfang (klasse zu lesen, weniger gelungen verfilmt), die "Langoliers" spielten mit dieser Idee. Und noch zuletzt in "Der Buick" entführte King die Leser in eine Welt voller fieser Monster und widerlicher Fremdartigkeiten - und zwar durch einen Auto-Kofferraum hindurch.

Apropos Stephen King....: 


Kommt in "Stranger Things" ebenfalls vor: Yoda aus "Star Wars" als Spielzeugfigur. Kein Wunder, "The Empire Strikes Back" kam 1980 in die Kinos, die Geschichte der Netflix-TV-Serie spielt in 1983.   (T.-Achenbach-Foto)

Es gibt eine Szene, in der sich "Elf" im altertümlich anmutenden weißen Kleidchen im Spiegel ansieht. Kleid und Optik erinnern an die "Carrie"-Verfilmung. Also die erste, klar. Immer die erste, wenn wir von den 70ern und 80ern sprechen.

"Die andere Seite" ("The Other Side") war übrigens der Titel des Films "Poltergeist 2". In "Stranger Things" wird dieses Thema noch weiter variiert, in dem es zur "Upside Down", also zur "unteren Seite", wird. 

Ansonsten: Bekannte Zitate, alle schon genannt. Wobei das schimanski-esque "Sich-irgendwo-reinprügeln" des Polizeichefs langsam ein bisschen nervt...


Folge 6 - Stranger Things - Weiße Haie & infiltrierende Monster


Guck mal, der Weiße Hai - hier ist er sogar tatsächlich zu sehen, in einer Art Bilderbuch und für ein paar wenige Sekunden. In einer spektakulären Szene spielen der Steinbruch und der See wieder eine Rolle. Komme immer noch nicht drauf, woher ich das kenne.

Da ich es mir schon seit langem angewöhnt habe, alles, was ich gucke, im Originalton und ohne Synchronisation zu gucken, fiel mir diesmal auf, dass in dieser Episode das englische Wort für "Beutejäger" oder auch "Raubtier", nämlich "Predator", benutzt wird, wenn es um das aus der anderen Dimension stammende Monster geht. "Predator"... - Es ist sicher kein Zufall, dass das Vieh in dieser Folge gewisse Ähnlichkeiten mit eben jenem Film-Monster aufweist, das von einem 1987 veröffentlichten Schwarzenegger-Action-Spektakel aus ein ganz eigenes Franchise-System entwickelt  hat (und sogar die hier ebenfalls zitierte "Aliens"-Sage infiltrierte....).

Und das Kopftuch, das sich der junge Lucas um den Kopf bindet: John Rambo!


Folge 7 - Stranger Things - Ekel-Plastik & Sternenverräter

Der Film, den der Physik-Lehrer hier abends mit seiner Freundin guckt - also vermutlich von einer aus der Videothek ausgeliehenen Videocassette -, ist offenbar John Carpenters "The Thing". Schon eklig! Auch wenn der Lehrer beschwichtigend sagt, es sei alles nur in der Mikrowelle geschmolzenes Plastik. Ich war ein wenig erleichtert, den Film bislang nur in der offenbar stark geschnittenen TV-Fassung gesehen zu haben. Hat auch seine Vorteile, sowas. Ohne jetzt eine Schnittfassungen-Ja-Nein-Diskussion vom Zaun brechen zu wollen.

Noch ein weiteres Gimmick...: 


Telekinetische Fähigkeiten eines Kindes, in einer militärischen Forschungsstation ausprobiert - und was dann passiert, lässt sich am besten beschreiben mit "Hell breaks loose". Ja, klar, das gibt es auch in Stephen Kings "Feuerkind".   (Netflix-TV-/Netflix-Media-Center-Foto)

Als sich die Jungen von der mysteriösen "Elf" betrogen fühlen bzw. sich unsicher sind, wie sehr sie ihr trauen können, bezeichnet sie Dustin mehrmals als "Lando". Gemeint ist der bereits vorher einmal mit vollem Namen erwähnte Lando Calrissian aus "Star Wars - The Empire Strikes Back". Ich erinnere mich daran, dass ich auf einer Anfang der 80er selbst mit großen kindlichen Staunen vor all dem Star-Wars-"Kenner"-Spielzeug in den Läden gestanden habe, keine Ahnung habend, was das eigentlich ist und doch auf merkwürdige Art fasziniert und gepackt davon (übrigens eine Reise durch Skandinavien - global funktionierende Medienphänomene gab es schon damals).

Aber das offensichtlichste aller Zitate in dieser Folge stammt natürlich aus "E.T.": Wenn große und sich bewegende Dinge durch die Gegend fliegen, die sonst nicht fliegen können, ist das eine schöne Hommage an den freundlichsten Außerirdischen ever.


Folge 8 - Stranger Things - Freddy-Fallen und Gehirnexplosionen


Was bedeutet das Finale der ersten Staffel von "Stranger Things"? Die Andeutungen am Ende dieser letzen Episode lassen viele Interpretationen zu. Hochspannend, das Ganze. Und mittlerweile hat ja Netflix bestätigt, dass es eine zweite Staffel geben wird. Wie sie wohl aussehen wird? Das ist ein Thema für einen weiteren Artikel hier auf diesem Blog. Zurück zu Folge Acht der Staffel Eins...:

Fallen werden aufgestellt. Ein Wesen aus einer anderen Welt - sei es die Welt der Träume oder die einer anderen Dimension - soll eingefangen und vernichtet werden. Auch durch Feuer. Was hier geschieht, entspricht den Fallen, die Nancy Thompson im ersten "Nightmare On Elm Street" für Freddy Krüger aufstellt.

Uh, und das weitere ist dann auch ziemlich gruselig...: 

Guck mal, das ist ja Ripley.... Ach nee, ist ja gar nicht Ripley. Ist ja auch gar nicht "Alien". Auch wenn es genauso aussieht...  (Netflix-TV/Netflix-Media-Center-Foto) 

Menschen in Raumanzügen zwängen sich durch mit allerlei Glibberzeugs bestrichene enge Gänge und finden im Licht ihrer Stablampen so etwas wie ein gigantisches Ei... - selten zuvor stand das erste "Alien" so dermaßen Pate für das Geschehen in "Stranger Things" wie in dieser Folge. 

Den Horrorklassiker "Scanners" von David Cronenberg habe ich nie gesehen, weiß aber sehr wohl, dass es darin um Menschen geht, die die Köpfe anderer alleine durch ihre Gedankenkraft zum Platzen bringen können. Eine gottseidank viel weniger krasse Ahnung davon, wie das aussehen könnte, vermittelt diese Episode - ohne den Gore-Faktor. 

Und dann ist Weihnachten, die Serie ist vorbei, jedenfalls die Staffel 1 - und die Rätsel könnten kaum größer sein. Aber das ist ein anderes Thema und es wird uns an anderer Stelle beschäftigen... Danke, Netflix. Das Efolgskonzept Eurer Serie ist ebenso simpel wie effektiv. Mich hat "Stranger Things" tatsächlich gepackt. 


Ebenfalls auf diesem Blog (in Kürze): Was bedeutet das Ende der ersten Staffel von "Stranger Things" auf Netflix? Und wie könnte eine zweite Staffel aussehen? Eine These.

Ebenfalls auf diesem Blog: Unterbezahlt und mit Angst vor Altersarmut: Warum die Sänger, Schauspieler und Tänzer im Theater jetzt auf die Barrikaden gehen

Ebenfalls auf diesem Blog: Weltweit einmalig: Warum gibt es in Deutschland eigentlich so viele Theater - und die Subvention? Wie kommt das?



1 Kommentar:

Michaela hat gesagt…

Hallo viele Grüße nach Onsabrück. Danke für den tollen Tipp mit der Stranger Things Serie. Da werde ich meine Lageraustattung wohl erst mal gut sein lassen und mit den Probemonat gönnen.